Selbst die beste Solaranlage hat nach einigen Jahrzehnten einmal ausgedient und muss durch eine neue Technologie ersetzt werden. Das stellt viele von uns vor Probleme, schließlich wollten wir mit der Solaranlage ja ursprünglich auch etwas für die Umwelt tun. Kann man sie jetzt also einfach so wegwerfen?
In diesem Blogartikel erfahren Sie alles dazu, wann und wie Sie Ihre Solarpanels recyclen können, ob sich das Recycling der Solarmodule lohnt und worauf Sie am besten schon beim Kauf achten sollten.

Worauf muss ich achten, wenn ich meine Solarmodule recyclen will?
Mit dem Recycling Ihrer Solarmodule schließt sich der Kreis der umweltschonenden Energieerzeugung – denn würden Sie die Panels einfach so entsorgen, würden nicht nur wertvolle Ressourcen verschwendet, sondern auch die Umwelt belastet. Aus diesem Grund kann man Solarpanels nichts einfach über den Müll entsorgen, was außerdem auch aufgrund der Größe schon nur schlecht funktionieren würde.
Folgende Fakten sollten Sie kennen, wenn Sie Ihre Solarmodule recyclen wollen:
1. Gesetzliche Rücknahmepflicht: In der EU sind Hersteller verpflichtet, ausgediente Solarmodule kostenlos zurückzunehmen und zu verwerten. Diese Verpflichtung basiert auf der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) bzw. dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Sie stehen mit dem Problem der Entsorgung nicht alleine da, sondern können sich im Zweifel einfach an den Hersteller wenden.
2. Abgabe beim Wertstoffhof: Als Privatperson können Sie haushaltsübliche Mengen (bis zu 50 Module) kostenlos bei einem Wertstoffhof in der Nähe abgeben. Manchmal muss man sich dafür allerdings anmelden, das sollten Sie vorab nachfragen. Wenn Sie eine sehr große Anzahl an Solarpanels entsorgen möchten, können diese durch ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen abgeholt werden. Eventuell bietet auch ihr Hersteller einen Rücknahmeservice an.
3. Abbau der Solarpanels: Das Schwierigste am Recycling von Solarmodulen ist oft das Demontieren der Solarpanels. Das ist für Laien nur schwer machbar, da es ein Arbeiten in großer Höhe erfordert und dafür spezielles Werkzeug erforderlich ist. Im Zweifel können Sie aber einfach einen darauf spezialisierten Demontagebetrieb beauftragen.
Was genau kann von meinen Solarmodulen recycelt werden?
Die gute Nachricht ist: Eine ganze Menge! Solarmodule bestehen hauptsächlich aus Glas, Aluminium und Kunststoffen. Aktuelle Recyclingverfahren ermöglichen es, bis zu 95 % der Materialien zurückzugewinnen. Vorgabe ist, dass mindestens 80 % des Materials recycelt werden müssen.
In den Solarpanels befinden sich wertvolle Rohstoffe, die unbedingt wiederverwendet werden sollten, da ihr Abbau Geld kostet und wenig umweltfreundlich ist. Besonders das Recycling von Silizium, einem zentralen Bestandteil der Module, trägt entscheidend zur CO2-Reduktion bei, da die Wiederverwertung weniger energieintensiv ist als die Neugewinnung.

Kann man auch Solarbatterien recyceln?
Moderne Solarbatterie haben zwar eine lange Lebensdauer, allerdings neigt sich auch diese irgendwann einmal dem Ende zu. Dann ist es sinnvoll, auch die Solarbatterie zu recyceln. Das ist natürlich – wie bei allen Elektrogeräten – möglich, und die Batterien dürfen ebenfalls nicht einfach weggeschmissen werden.
Altbatterien gelten als Gefahrgut, deshalb dürfen sie nur an speziellen Sammelstellen abgegeben oder direkt vom Hersteller abgeholt werden. Anschließend werden sie zerkleinert, um die darin verbauten wertvollen Materialien freizusetzen. Dabei können unter anderem Nickel, Kupfer, Lithium, Kobalt und Aluminium recycelt werden, was den ökologischen Fußabdruck der Anlage nachträglich noch einmal senkt. Auch Kunststoffe können unter bestimmten Bedingungen recycelt werden.
Wie genau das Recycling abzulaufen hat, ist gesetzlich vorgeschrieben. Auch, wenn sich viele Prozesse wirtschaftlich noch nicht ganz lohnen, wird stetig daran gearbeitet, die entsprechenden Abläufe zu verbessern.
Worauf sollte ich direkt beim Kauf achten, wenn ich meine Solarmodule später unkompliziert recyclen können möchte?
Wenn Sie darauf achten, dass der Hersteller Ihrer Solarpanels in der EU registriert ist und der WEEE-Richtlinie unterliegt, machen Sie alles richtig. Dann ist der Hersteller der Panels nämlich verpflichtet, diese später zurückzunehmen. Dabei sollten Sie trotzdem auch darauf achten, welcher Service diesbezüglich angeboten wird – am praktischsten ist es, wenn der Hersteller direkt die Demontage und gegebenenfalls den Tausch gegen neue Solarpanels übernimmt.
Um der Umwelt etwas Gutes zu tun, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie direkt von Anfang an auf Module mit einer guten Recyclingfähigkeit setzen. Bei EcoFlow legen wir großen Wert darauf, dass ein Großteil der eingesetzten Materialien recyclebar ist. So erzeugen Sie nicht nur grünen Strom, sondern können auch sicher sein, später nicht durch Abfälle die Umwelt zu belasten.
Auf langlebige Module setzen
Je langlebiger Ihre Module sind, desto später ist ein Recycling überhaupt nötig und desto seltener fallen Abfälle an. Moderne Lösungen halten locker für 25 Jahre, sodass Sie sich sehr selten mit dem Thema Recycling auseinandersetzen sollten. Je höher zudem die Qualität der verbauten Teile ist, desto niedriger ist die Ausfallrate und desto weniger Panels müssen vorzeitig entsorgt werden.Schließlich können Sie auch selbst etwas zur Langlebigkeit Ihrer Panels beisteuern. Beherzigen Sie alle Tipps zur Pflege und Reinigung Ihrer Solarpanels und greifen Sie bei Materialschäden schnell ein. So tragen Sie dazu bei, dass Ihre Anlage lange Zeit gute Dienste leistet.