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Mit dem Fahrrad Strom erzeugen – so geht es

Es ist ein altes Beispiel für Energieübertragung bzw. -erzeugung, das vielleicht auch in Ihrem Physikunterricht einmal zur Sprache kam: Mit dem Fahrrad lässt sich Strom erzeugen! Vielleicht können Sie sich auch noch an Cartoons erinnern, in denen jemand durch das Treten auf einem Fahrrad eine Lampe zum Leuchten bringt.

Doch kann man mit einem Fahrrad wirklich Strom erzeugen? Lohnt sich das und gibt es dafür moderne, effizientere Möglichkeiten? Lesen Sie weiter, wenn Sie das interessiert.

fahrrad strom erzeugen

Wie kann man mit dem Fahrrad Strom erzeugen?

Hierbei handelt es sich um eine mechanische Art der Stromerzeugung. Durch Treten wird Energie erzeugt, die mithilfe eines Generators in Strom umgewandelt wird. Grundsätzlich ist der Ablauf also ähnlich, wie Sie ihn z. B. auch von Solarpanels kennen – es wird erst Energie erzeugt und dann mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt.

Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Mittlerweile gibt es spezielle Fitnessbikes, die mit einem Stromgenerator ausgestattet sind. Sobald Sie in die Pedale treten, erzeugen Sie Strom. Je kräftiger Sie sich anstrengen, desto höher ist der Stromertrag. Damit können ca. 250 Watt pro Stunde erzeugt werden. Bei manchen Systemen wird der Strom in einem Akku gespeichert, sodass Sie ihn nicht direkt nutzen müssen. Theoretisch lässt sich jeder Heimtrainer so umbauen, dass damit Strom erzeugt werden kann.

Besondere Lösungen

Das Innovationspotential in diesem Bereich ist hoch. Mittlerweile gibt es zum Beispiel auch spezielle Powerbikes, die auf Events genutzt werden können. Der Clou: Durch das Treten in die Pedale kann man genügend Strom erzeugen, um seinen Handyakku aufzuladen. Auch für andere Anlässe gibt es ganz spezielle Lösungen, z. B. für die Offgrid-Stromerzeugung beim Campen.

Wie viel Strom kann man mit einem Fahrrad erzeugen?

Wie viel Strom Sie mit Ihrem Fahrrad erzeugen können, hängt hauptsächlich davon ab, wie fit Sie sind und wie viel Zeit Sie in die Stromerzeugung investieren können. Wichtig ist auch, dass Sie für die Stromerzeugung eine gute Kondition haben und eine längere Zeit auf dem Fahrrad aushalten müssen. Folgende Leistungen lassen sich in etwa erwarten:

NutzertypDauerhafte LeistungKurzfristige Spitzenleistung
Untrainierter Mensch50–100 Watt150–200 Watt (für kurze Zeit)
Freizeitsportler100–150 Watt250 Watt
Gut trainierter Sportler200–300 Watt400–500 Watt
Profi300–400 Watt>1.000 Watt (für Sekunden)

Doch wofür reicht die so erzeugte Strommenge aus? Mit einem normalen Fahrrad können Sie in der Stunde etwa 100 Watt erzeugen, mit einem speziell auf die Stromerzeugung zugeschnittenen Rad deutlich mehr (bis zu 250 Watt). Das bedeutet, dass Sie z. B. 5-10 Minuten Rad fahren müssen, um die Energie für die einmalige Ladung Ihres Smartphones zu erzeugen. Um einen Laptop aufzuladen, sind es schon etwa 60 Minuten.

Deshalb können wir festhalten: Mit dem Fahrrad können Sie zwar genügend Strom für kleinere Geräte erzeugen, die Sache hat aber Grenzen. Einen nennenswerten Anteil Ihres täglichen Stromverbrauchs können Sie nicht selbst generieren, selbst wenn Sie stundenlang in die Pedale treten. Auch Großgeräte wie z. B. Kühlschränke oder energieintensive Geräte wie Wasserkocher, Föhn etc. lassen sich damit nicht mit Strom versorgen.

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Für welche Situationen ist die Stromerzeugung mit dem Fahrrad geeignet?

Nur, weil Sie Ihren Haushaltsstrombedarf nicht mit einem Fahrrad decken können, heißt das nicht, dass die Stromerzeugung damit nicht sinnvoll ist. Es gibt durchaus geeignete Einsatzmöglichkeiten.

  • Es gibt beispielsweise Projekte in Entwicklungsländern, in denen es kein zuverlässiges Stromnetz gibt. Ein Heimtrainer, der Strom erzeugt, kann hier ein richtiger Gamechanger sein und – da die Menschen dort nicht so viel Strom verbrauchen – einen großen Teil des Haushaltsstrombedarfs abdecken. So lassen sich zum Beispiel Pumpen, Beleuchtung oder Handys betreiben.
  • Notstromversorgung ist ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt zumindest ein Kurbelradio, mit dem sich händisch Strom erzeugen lässt, um in Notsituationen wichtige Informationen nicht zu verpassen. Auch ein Fahrrad zur Stromerzeugung kann hier sinnvoll sein, vor allem, wenn man es mit einem aufladbaren Notstromaggregat kombiniert.
  • Wie erwähnt finden Powerbikes auch auf Festivals und Veranstaltungen immer häufiger einen Einsatz, damit Menschen dort ihr Handy laden können.
  • Auch beim Camping oder bei Bike-Touren kann eine solche Lösung sinnvoll sein, um fernab des Netzes Strom für wichtige Geräte erzeugen zu können. Übrigens: Ein Fahrraddynamo folgt einem ähnlichen Prinzip und sorgt dafür, dass die Fahrradbeleuchtung im Dunkeln funktioniert.

Welche Alternativen habe ich, wenn ich kein Fahrrad für meine Notstromversorgung nutzen möchte?

Die Lösung, mit einem Fahrrad Strom zu erzeugen, ist zwar innovativ, kann aber auch ganz schön anstrengend werden. Zudem sind Sie auf Ihre körperliche Fitness angewiesen, wenn Sie Strom erzeugen wollen. Wenn es Ihnen nur um eine verlässliche Notstromversorgung geht, gibt es praktischere Lösungen für zuhause.

Eine gute Möglichkeit ist hier ein Balkonkraftwerk. Hierfür benötigen Sie nur wenige Solarpanels und können bis zu 800 Watt Strom erzeugen. Am besten kombinieren Sie die Anlage mit einer Solarbatterie – so haben Sie immer Strom zur Verfügung. Übrigens: Auch Balkonkraftwerke gibt es als mobile Lösung, die sich z. B. für das Camping eignet.

EcoFlow
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EcoFlow ist ein Unternehmen für tragbare Strom- und erneuerbare Energielösungen. Seit der Gründung im Jahr 2017, hat EcoFlow seinen Kunden in über 85 Märkten, mit seinen DELTA- und RIVER-Produktlinien, von tragbaren Kraftwerken zu umweltfreundlichem Zubehör, sorgenfreie Energie geboten.
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