Vielleicht hast du in der Schule schon einmal etwas vom Klimawandel und von CO2 gehört? Dies ist ein sehr wichtiges Thema, mit dem sich Politiker und Politikerinnen ganz intensiv beschäftigen. Damit verwandt ist das Themenfeld „erneuerbare Energien“. Die Kurzfassung ist: Mit diesen neuen Energien können wir unseren täglichen Strombedarf so gestalten, dass wir dem Klima nicht weiter schaden. Wie genau das geht, erklären wir dir im folgenden Artikel.

Erneuerbare Energien für Kinder erklärt – was ist das eigentlich?
In dem Begriff erneuerbare Energien hast du bestimmt schon das Wort „neu“ herausgelesen. Das ist wichtig, denn es gibt uns einen wichtigen Hinweis darauf, was erneuerbare Energien sind.
Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, du möchtest ein Licht zum Leuchten bringen. Nutzt du nun eine Kerze dafür, ist sie irgendwann leer und das ganze Wachs verbrannt. Dann musst du sie wegschmeißen. Wenn das Licht aber elektrisch funktioniert und du es zum Beispiel mit einem Ladekabel laden kannst, sieht es anders aus. Dann könntest du statt mit einer Batterie das Licht mit Strom betreiben, den du selbst mit einer kleinen Solaranlage erzeugt hast. (Wie das geht, erklären wir dir später noch.) Diese Stromquelle versiegt nie – sobald die Sonne wieder scheint, kannst du wieder Strom erzeugen. Deshalb nennt man sie „erneuerbar“.
Wie der Klimawandel funktioniert – oder warum erneuerbare Energien wichtig sind
Um zu verstehen, warum erneuerbare Energien so wichtig sind, müssen wir uns einmal kurz mit dem Thema Klimawandel beschäftigen. Durch den Klimawandel wird es auf der Erde immer wärmer, was zum Beispiel Eisberge zum Schmelzen bringt, dafür sorgt, dass der Spiegel des Meeres ansteigt und unser Wetter verrücktspielt. Das sollte nicht so sein – und wir können dieses Phänomen durch unsere Lebensweise aufhalten.
Probleme durch den Treibhauseffekt
Hier kommt der sogenannte Treibhauseffekt ins Spiel. Der Klimawandel entsteht nämlich, weil wir Menschen immer mehr Strom und Energie benötigen. Überleg einmal, wofür du im Alltag alles Strom brauchst: Warm duschen, Lampen, Kochen, Auto fahren – für alle diese Dinge ist Energie nötig. Bisher wurde diese Energie meistens durch Verbrennung erzeugt. Das heißt, man hat zum Beispiel Kohle verbrannt und die Energie (also Hitze), die dabei entsteht, durch komplizierte Prozesse als Strom nutzbar gemacht.
Dabei gab es zwei Probleme: Zum einen gibt es nicht unbegrenzt viel Kohle, Holz und Öl – irgendwann sind alle Minen leer und alle Bäume abgeholzt. Und zum anderen entsteht bei der Verbrennung von Holz ein Stoff namens CO2. Diesen können wir nicht sehen, er befindet sich aber überall in der Luft. Das Problem? Das CO2 legt sich wie eine Art Decke um den ganzen Planeten und hält die Wärme fest, wie du oben auf dem Bild sehen kannst. Sie kann also nicht mehr ins Weltall entweichen. Weil die Sonne natürlich weiter scheint, wird es bei uns immer wärmer.

Welche erneuerbaren Energien gibt es?
Jetzt ist dir bestimmt auch schon eine Lösung für den Klimawandel eingefallen? Richtig, wir müssen auf Energien umsteigen, die kein CO2 freisetzen und deshalb nicht dafür sorgen, dass es immer wärmer wird. Zum Glück gibt es dafür einige Möglichkeiten, die du vielleicht auch schon kennst:
- Man kann Sonnenlicht zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzen.
- Auch der Wind lässt sich nutzen, zum Beispiel durch große Windräder. Hier wird die Energie übertragen, indem der Wind das Rad zum Drehen bringt.
- Auch Wasser lässt sich dafür nutzen, denn es hat ebenfalls sehr viel Kraft und kann Turbinen antreiben.
Der Unterschied zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien
Damit dir der Unterschied zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien wirklich klar wird, hilft dir die folgende Tabelle:
Erneuerbare Energien | Nicht erneuerbare Energien |
Kommen aus der Natur/Umgebung (Sonne, Wind) | Kommen aus der Erde (Öl, Kohle) |
Setzen kein CO2 frei | Setzen CO2 frei |
Klimafreundlich | Klimaschädlich |
Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft | Heizöl, Benzin, Kohle, Erdgas (Verbrennungsprozesse) |
Holz ist zwar streng genommen auch eine erneuerbare Energiequelle, allerdings nicht umweltfreundlich, da es zur Energieerzeugung verbrannt werden muss.
Solartechnik für Kinder erklärt – das Beispiel eines Balkonkraftwerks
Wenn du dir wünscht, selbst etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, kannst du deine Eltern fragen, ob ihr vielleicht ein Balkonkraftwerk installieren wollt. Dafür braucht ihr ein bisschen Platz, da ihr dafür sogenannte Solarpanels aufbauen müsst. Diese stellt man so auf, dass Sonnenlicht auf die Oberfläche trifft. Die Solarpanels können dieses Sonnenlicht dann in Strom umwandeln, den ihr in eurem Zuhause nutzen könnt.
Ein Balkonkraftwerk ist eine sehr kleine Solaranlage. Auf den Dächern in deiner Nachbarschaft hast du dagegen bestimmt schon wirklich große Anlagen gesehen. Trotzdem ist es ein toller Anfang, wenn man selbst erneuerbare Energien nutzen möchte.
Warum es wichtig ist, etwas über Nachhaltigkeit lernen
Alle Lebewesen, die auf der Erde wohnen – Menschen, Tiere, Pflanzen – wollen sich sicher fühlen und saubere Luft zum Leben haben. Damit das auch in Zukunft noch so ist, müssen wir darauf achten, die Erde nicht weiter zu verschmutzen und den Klimawandel nicht weiter voranzutreiben.
Wenn du etwas über Nachhaltigkeit lernst, verstehst du besser, was du selbst dazu beitragen kannst. Es ist wichtig, dass wir alle zusammenhalten, damit wir auch in Zukunft glücklich leben können.