Sind Balkonsolaranlagen erlaubt? Alles, was Sie wissen sollten

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Balkon-Solaranlagen – die handliche Alternative zu großen Solaranlagen. Diese praktischen Balkonkraftwerke liefern die produzierte Solarenergie direkt über eine Schuko-Steckdose in Ihre haushaltsüblichen Geräte und nehmen kaum Platz weg, sind kostengünstig und auch dann attraktiv, wenn Sie zur Miete wohnen. 

  • Wie sind die gesetzlichen Grundlagen in Bezug auf Balkon-Solaranlagen? 
  • Was bringt eine Balkon-Solaranlage? 
  • Sind Balkon-Solaranlagen erlaubt? 
  • Wie sind die Balkonkraftwerk Vorschriften? 

All diesen Fragen gehen wir heute auf den Grund und machen Sie zum Rechtsexperten für Balkonkraftwerke – damit Ihr „EcoFlow“ nicht in Konflikt mit dem Gesetz kommt.

Was ist ein Balkonkraftwerk?

Zuerst stellt sich natürlich die Frage, was eine Balkon-Solaranlage eigentlich genau ist.
Wie bereits erwähnt, bezeichnet sie eine kleinere und handlichere Version einer großen Solaranlage, die nicht wie große Anlagen auf dem Dach fest verbaut werden, sondern zum Beispiel an Balkonen mit einer Halterung flexibel angebaut werden können.

Auch das Balkonkraftwerk besteht aus einem Solarpanel (wie dem EcoFlow 160W Solar Panel) und einem Wechselrichter, der die Solarenergie zu Wechselstrom transformiert. Im Gegensatz zu den größeren Solaranlagen leitet das Balkonkraftwerk den produzierten Strom nicht in das öffentliche Netz, sondern kann direkt von Ihren haushaltsüblichen Geräten wie Telefon, Mikrowelle und Fernseher genutzt werden. 

Der Strom wird, außer es wird zusätzlich eine Batterie verwendet, nicht gespeichert, sondern muss direkt genutzt werden.
Der nicht verwendete Strom wird ins öffentliche Netz abgeleitet und damit sozusagen dem Grundversorger geschenkt. 

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Was bringt eine Balkon Solaranlage?

Die Balkonkraftwerke sind klein, erzeugen daher im Verhältnis zu den großen PV-Anlagen entsprechend eher kleine Energiemengen und sind als Ergänzung zum Netzstrombezug zu betrachten. Standardmodelle haben meist eine Nennleistung von ungefähr 300 Watt.

Jährlich kann ein Modul grob 200 Kilowattstunden Strom produzieren, das ist genug Energie, um etwa 1.000 Stunden am PC zu arbeiten, circa 200 Mal Wäsche bei 60 Grad zu waschen oder einen Kühlschrank ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Einpersonenhaushalts liegt jährlich ungefähr bei 1.300 kWh, eine einzelne Balkonsolaranlage kann also etwa 1/6 des Verbrauchs decken und spart durchschnittlich zwischen 60 und 70 Euro jährlich ein. 

Wie ist die Rechtslage bezüglich Balkon-Solaranlagen?

Ist eine Balkon-Solaranlage erlaubt?
Ja, sie ist nach der Norm DIN VDE 0100-551-1 vollständig legal und politisch mittlerweile auch gewünscht. 

Das war aber nicht immer so.
Bis zum Jahr 2018/2019 befand sich die Nutzung einer Balkon-Solaranlage in einer rechtlichen Grauzone, was ihr auch den Spitznamen „Guerilla-PV-Anlage“ einbrachte.

Die Gesetzeslage wurde dann aber modifiziert, wodurch die Nutzung mittlerweile eindeutig legal ist. 2020 wurde zudem das Wohneigentumsgesetz angepasst, was die Montage am Balkon vereinfacht und die Balkon-Solaranlage genehmigungsfrei von der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft eines Hauses macht.

Nichtsdestotrotz sind einige Dinge zu beachten, damit sich dein Balkonkraftwerk im Rahmen des Gesetzes bewegt. 

  1. Sie brauchen einen Stromzähler, der über eine Rücklaufsperre verfügt. Andernfalls gibt es die theoretische Möglichkeit, dass der Zählerstand rückwärts läuft, was eine Form von Betrug darstellt. Auf Nachfrage tauscht der Stromanbieter den Zähler in der Regel problemlos aus. 
  2. Der Netzbetreiber und das Marktstammdatenregister müssen darüber informiert werden, dass Sie Strom ins Netz einspeisen. Diese Mitteilung ist mittlerweile unaufwändig und mit einem einfachen Formularvordruck bzw. auf der Website vom Marktstammdatenregister vorzunehmen. Falls der Netzbetreiber versuchen sollte, Sie zu verunsichern: Sie sind im Recht, Balkonkraftwerke sind zugelassen!
  3. Wenn Sie kein Eigenheim besitzen, sondern zur Miete wohnen, müssen Sie eine Genehmigung beim Vermieter für die Montage einholen. Nicht jedoch beim EcoFlow, da die Energie direkt genutzt oder in einer Batterie gespeichert und nicht zurück ins Netz gespeist wird. Ein Stuttgarter Gericht hat zwar die Rückbauklage eines Vermieters mit einem Querverweis auf das Grundgesetz, indem Umweltschutz fest verankert ist, zurückgewiesen, aber das Gespräch mit dem Vermieter ist immer vorzuziehen. 

Der Anschluss darf mittlerweile selbst vorgenommen werden und es ist nicht mehr obligatorisch, dafür einen professionellen Elektroinstallateur zu belangen.

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Gewerbe – ab wann sollten Sie Ihr Balkonkraftwerk anmelden?

Eine Gewerbeanmeldung ist nicht notwendig, wenn der Strom nur für die eigene Nutzung verwendet wird. Eine Gewerbemeldung wird in manchen Fällen dann notwendig, wenn Sie sich entscheiden sollten, die EEG-Einspeisevergütung in Anspruch zu nehmen, wobei auch das nicht zwangsläufig dazu führen muss, dass eine Gewerbeanmeldung notwendig wird.

Die EEG-Einspeisevergütung geht auf Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurück und bedeutet, dass Sie ein Anrecht auf eine Vergütung haben, wenn Sie Strom mit Solaranlagen produzieren und in das öffentliche Netz einspeisen, also anderen zur Verfügung stellen. 

Ob Sie diese Zahlungen beantragen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Bei Balkonkraftwerken ist es jedoch nicht vorgesehen – es ist fraglich, ob es sich lohnt, da die produzierten Energiemengen gering sind. Daher kann in den meisten Fällen davon abgesehen werden.

Bei der Bundesnetzagentur muss nach dem Energiewirtschaftsgesetz §§ 111e und 111f grundsätzlich eine Meldung über die Nutzung von Balkonkraftwerken erfolgen, damit der Eintrag im Marktstammdatenregister erfolgen kann. 

Nutzen Sie den Strom aber ausschließlich selbst und haben akkumuliert unter 600 Watt Leistung zur Verfügung, müssen Sie keine jährliche Meldung machen, sondern nur eine Erstanmeldung vornehmen.

Bis zur gleichen Leistung kann auch das vereinfachte Verfahren beim Netzbetreiber zur Anmeldung genutzt werden. 

Der Netzagentur müssen Sie folgende Daten übermitteln: 

  • Wann wird bzw. wurde die Anlage in Betrieb genommen?
  • Aus welchen Bestandteilen besteht das Balkonkraftwerk?
  • Welchen Namen hat die Anlage?
  • Welche Modell- und Seriennummer hat die Anlage?

Fazit:

Was bedeutet das nun alles?
Zusammengefasst ist eine Balkon-Solaranlage nicht genehmigungspflichtig und Sie haben das Recht ein solches Solarmodul zu nutzen, auch wenn anfänglich Meldungen über die Nutzung erfolgen müssen. Der bürokratische Aufwand hält sich für eine solche Lösung in Grenzen, solange der Strom für den eigenen Verbrauch produziert wird.

Die Strommengen, die gewonnen werden können, sind nicht ausreichend, um den ganzen Bedarf zu decken, wirken aber unterstützend beim Stromverbrauch und können zum Beispiel in Kombination mit einem portablen Solarpanel, wie dem EcoFlow 400W Solar Panel, beachtliche Einsparungen und eine niedrigere Umweltbelastung bewirken.

EcoFlowhttps://de.ecoflow.com/
EcoFlow ist ein Unternehmen für tragbare Strom- und erneuerbare Energielösungen. Seit der Gründung im Jahr 2017, hat EcoFlow seinen Kunden in über 85 Märkten, mit seinen DELTA- und RIVER-Produktlinien, von tragbaren Kraftwerken zu umweltfreundlichem Zubehör, sorgenfreie Energie geboten.

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